Etappe 11

Kultur & Geschichte

Chiemgaukreuz

Das Gipfelkreuz auf dem Ostgipfel der Kampenwand, auch "Chiemgaukreuz" genannt, ist mit 12 m Höhe das größte in den bayerischen Alpen. Es ist den Gefallenen, Vermissten und Verstorbenen der beiden Weltkriege aus dem Chiemgau gewidmet. Die Idee zur Errichtung des Kreuzes hatte der Höslwanger Schreinermeister Franz Schaffner, der in seinem Nachbarn, dem Schmiedemeister Josef Hell, einen Mitstreiter fand. Dieser schweißte in mühevoller Arbeit vorwiegend aus Alteisen (Sauerstoffflaschen, Panzerteilen, usw.) das zwölf Meter hohe Eisenkreuz Stück für Stück zusammen. Das seit 1923 bestehende Holzkreuz war ein paar Jahre vorher durch einen Blitzschlag zerstört worden und die beiden fanden mit der Idee, auf dem Kreuz auf dem Gipfel der Kampenwand an die Gefallenen und Toten der beiden Weltkriege zu erinnern, viele Helfer. Im Sommer 1950 schleppten zahlreiche freiwillige Helfer vor allem aus Höslwang und Pittenhart etwa 416 Zentner Baumaterial zur Errichtung des geschmiedeten Eisenkreuzes auf die kleine Plattform des Ostgipfels der Kampenwand. Das Eisenkreuz folgte, in Teile zerlegt mit dem Pferdegespann, per Bahn von Prien nach Aschau und von dort mit dem Mulifuhrwerk auf den Berg. Händisch wurde es mit Seilen und Stangen das letzte Stück auf den Felsen gezogen. Am 24. September 1951 wurde das Kreuz im Beisein von einigen tausend Zuschauern aufgerichtet.

Steinlingkapelle

Kapelle auf der Steinling Alm

Schon der Erbauer des Chiemgau-Kreuzes Josef Hell trug sich mit dem Gedanken, nahe der Almhütten der Steinlingalm eine Kapelle zu errichten. Es vergingen 25 Jahre, bis seine Idee Wirklichkeit wurde. 1976 wurde die kleine Kapelle östlich der Steinlingalm zu Ehren „Maria, Königin des Friedens" eingeweiht. Seitdem wird an der Kapelle jedes Jahr am letzten Sonntag im August unter freiem Himmel ein feierlicher Gedenkgottesdienst abgehalten.