Etappe 6

Natur & Landschaft

Erler Wind

In Erl weht ein besonders kräftiger Wind, der "Erler Wind". Es handelt sich dabei um einen Bergwind, der bei ruhigen Hochdruckwetterlagen auftritt. Am Vormittag macht sich der Wind mit Böen bis zu 50 km/h entlang der Talachse bemerkbar. Dabei fließt schwere Kaltluft aus dem Inntal ins Alpenvorland und wird durch die Talenge kanalisiert. Nachmittags dreht der Wind um und wird zum Talwind. Abends und nachts stellt sich dann wieder der Bergwind ein, weil die höheren Flächen stark auskühlen und die dichtere Luft daraus resultierend abfließt. Im Winter kann der Erler Wind auch den ganzen Tag wehen.

Blaue Quelle

Blaue Quelle

Die Blaue Quelle, eine Karstquelle in Erl, ist das älteste Naturdenkmal und gleichzeitig die größte Trinkwasserquelle Tirols. Sie speist einen Quellteich, der ihr mit seiner klaren und tiefblauen Farbe den Namen gegeben hat. Der sandige Boden ist mit Armleuchteralgen bewachsen, die zusammen mit der den Teich umgebenden Baumgruppe und dem blauen Himmel an einem schönen Sommertag für das besondere Farbenspiel verantwortlich ist. Durchschnittlich 700 Liter Trinkwasser pro Sekunde mit nahezu konstanten 8 °C sprudeln aus der Erde. Die konstante Temperatur ist ein Hinweis auf einen hohen Anteil von Tiefenkarstwasser, den genauen Ursprung des Quellwassers kennt man allerdings nicht. Forscher hatten das Wasser der umliegenden Bäche bereits einmal mit einer natürlichen roten Farbe versehen, um herauszufinden, ob es in die Quelle führt. Allerdings kam dieses nie in der Blauen Quelle an. In jedem Fall laden jetzt zwei Bänke und eine gemütliche Holzliege zum Verweilen ein. Das Wasser bahnt sich nach dem Quellteich den Weg durch eine Mühle und einen kleinen Bach direkt in den Inn. Kurz bevor es in den großen Fluss mündet, wird ein Teil in einen Brunnen gepumpt, der sich auf der anderen Straßenseite des Gasthauses befindet. Hier kann man sich kostenlos Quellwasser abfüllen.

Mühlgraben 52 | 6343 Erl | Österreich

Trockenbach-Wasserfall

Trockenbach-Wasserfall

Wie kleine und unscheinbare Bäche zu imposanten Wasserfällen werden können, sieht man am Trockenbach-Wasserfall in Erl. Der Trockenbach, der unterhalb des Kranzhorns entspringt, schlängelt sich durch Täler, Wiesen und Wälder. Ruhig, idyllisch und perfekt für Wanderer, die nach einer Abkühlung suchen. Doch das Gewässer kann auch anders. Spätestens, wenn man den Trockenbachwasserfall erreichst, ist das unverkennbar, denn die Wassermassen donnern über 50 Meter hinunter.

Quellgebiet der Prien

Die Prien entspringt am Spitzstein auf 1150 m.ü.NN und mündet nach 32 km bei Prien am Chiemsee in den „Schafwaschener Winkel“ des Chiemsees. Sie ist einer der längsten Wildbäche Bayerns. Rinnsale, die aus Schmelz- und Regenwasser stammen, versammeln sich zu einem Abfluss, der in trockenen Zeiten unterhalb der Erdoberfläche verläuft . An der Waldgrenze unterhalb des Spitzsteins ist der Untergrund so felsig, dass das Wasser aus dem Untergrund hervortreten muss – dies gilt als die Quelle der Prien.