Etappe 27

Natur & Landschaft

Entenlochklamm

Hängebrücke über die Tiroler Ache bei der Entenlochklamm

Die Entenlochklamm (oder auch Antenloch) ist ein 2,5 km langes Durchbruchstal im Grenzgebiet zwischen Bayern und Tirol. Die Tiroler Achen durchschneidet von Süden kommend einen querstehenden Bergriegel aus steilstehenden Gesteinen und erreicht auf Höhe des Wallfahrtsortes Maria Klobenstein die Grenze. Das Entenloch hatte früher an engster Stelle eine Breite von lediglich ca. 3,4 m. Bei Starkregenfällen und Schneeschmelze führten sich verkeilende Baumstämme regelmäßig zu Überschwemmungen im Kössener Talbecken. Von 1906 bis 1922 erfolgte daher eine Erweiterung auf ca. 12 m. Die Sprengungen dazu erfolgten 1906/1907.

Das Durchbruchstal wird bestimmt von mehreren querliegenden steilgestellten Gesteinsriegeln, die in das Flussbett hineinreichen und der Klamm den Charakter eines Canyons geben. Besonders wertvoll sind die naturnahen Misch- und Schneeheide-Kiefernwälder der steilabfallenden Hänge der Schlucht. Typischerweise erfolgen an den Sand- und Kiesbänken mit jedem Hochwasser Umlagerungen und auf offenen Kiesflächen siedeln sich Schwemmlinge, vom Wasser mitgeführte Samen aus dem Einzugsgebiet, an. Als seltene Vogelarten sind Eisvögel und Wasseramseln zu beobachten.

Eiben an der Entenlochklamm

Die Eibe (Taxus baccata), ein in Österreich gefährdeter Baum, kommt im Nahbereich der Aussichtsplattform Eibenschlucht jeweils im Breeich der Geländekante vor. Es handelt sich dabei um fünf etwa 6 bis 10 Meter hohe Individuen. Die Eiben wurden nur an diesem Standort festgestellt, weshalb der Erhaltung dieser Exemplare eine hohe Verantwortung zukommt.